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Die Norddeutsche berichtet über unsere KiTa Burgdamm

Bremen, 30. Juni 2020 - Wir freuen uns, dass der Bauantrag gestellt ist und dem Umbau/Neubau der Kindertagesstätte und Familienzentrum in Bremen-Burgdamm nichts mehr im Wege steht.

  • Modell der alten Dorfschule Burgdamm mit Anbau des neuen Kinder- und Familienzentrums im Vordergrund

Die Norddeutsche berichtet über unsere KiTa Burgdamm

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Umbau der alten Dorfschule soll im Herbst 2022 fertig sein
Bauantrag ist gestellt: Überarbeiteter Entwurf sieht niedrigeren Anbau und Dachfenster statt Gaube vor


Von: Gabriela Keller

 

Burglesum. Die ursprünglich vorgesehene Gaube im Altgebäude fällt weg, und das Dach des neuen Anbaus wird niedriger als geplant.
So sieht es der geänderte Entwurf für die alte Dorfschule Burgdamm vor, die zu einem Kinder- und Familienzentrum um- und ausgebaut werden soll. Stephan Kohlrausch von der Architektengruppe GME stellte in der jüngsten Sitzung des Beirates Burglesum die überarbeitete Planung vor.
Gegen den ursprünglichen Entwurf hatte es von mehreren Seiten Kritik gegeben. Neben der Bürgerinitiative „Rettet die alte Dorfschule Burgdamm“ und dem Heimatverein Lesum hatte das Landesamt für Denkmalpflege Bedenken gegen die geplante Gaube und die Dachgestaltung des Neubaus angemeldet. In einer „sehr konstruktiven Sitzung mit der Denkmalpflege“ sei man übereingekommen, die Dachhöhe des neuen Anbaus zu reduzieren, „um den Bestandsbau nicht zu erdrücken“. Und anstelle der Gaube soll das Altgebäude zwei Dachflächenfenster zur Belichtung des dahinter liegenden Ruheraums erhalten. „Wir glauben, dass die Dachfenster an der Stelle gut verträglich sind“, sagte Stephan Kohlraum im Beirat.
Mit diesen Nachbesserungen ist der Bauantrag nach seinen Worten bereits im Februar gestellt worden. Dass die Genehmigungsplanung erst jetzt im Beirat präsentiert wurde, war laut Ortsamtsleiter Florian Boehlke der Corona-Pandemie geschuldet. Der Sprecherausschuss der Beirates hat nach seinen Worten zwischenzeitlich dem Bauantrag auf der Grundlage der neuen Planung zugestimmt.

Die Diskussion im Beirat entzündete sich am Zeitplan für die Fertigstellung. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll laut Kohlrausch die Ausschreibung der Gewerke beginnen. „Wir sind optimistisch, dass wir im Sommer 2021 bauen können. Wir rechnen mit eineinhalb Jahren Bauzeit, sodass wir gegen Ende 2022 mit dem Gebäude fertig sein wollen“, sagte der GME-Architekt. Auf die Frage von Pius Heereman (FDP), warum das so lange dauere, nannte Kohlrausch mehrere Gründe. 16 bis 17 Gewerke seien detailliert auszuschreiben. Zuvor sei eine fundierte Kostenprognose zu erstellen. Außerdem gehe es um eine besonderen Baustelle. Von der alten Dorfschule bleiben nach seinen Angaben drei Fassadenseiten erhalten. „Den Teilabbruch im Bestand müssen wir so vorsichtig machen, dass wir die bestehenden Fassaden nicht zerstören. Das allein ist schon fast eine eigene Baumaßanhme, die drei Monate in Anspruch nimmt.“ Weitere Herausforderungen sind nach seinen Worten das Gefälle und schützenwerte Bäume auf dem Grundstück.

„Erst sollte die neue Kita 2019 stehen, dann hieß es 2021. Im Februar letzten Jahres wurde uns mitgeteilt, zum Sommer 2022 soll die Kita fertig sein. Jetzt kommen wir in das Kita-Jahr 2023/24“, wunderte sich Martin Hornhues (CDU). Dazu erklärte Jörg Meyer, der mit Jan Frers für den Bauherrn Immobilien Bremen (IB) an der Beiratssitzung teilnahm: Mit der Entscheidung der Stadt Bremen, die alte Dorfschule zu erhalten, um- und auszubauen, sei das Projekt aus dem Kostenrahmen gelaufen. „Das Budget dafür stand nicht zur Verfügung.“ Um die entsprechenden politischen Beschlüsse und Mittel aufzutreiben, seien vier bis fünf Monate ins Land gegangen. „Das hat zu Verzögerungen bei dem Projekt geführt.“ Als geplanten Fertigstellungstermin nannte er Oktober 2022. „Das ist annähernd das Zeitfenster, das wir immer formuliert haben“, sagte der IB-Vertreter.

Auf die Frage, was das für die Kita-Container in Marßel bedeutet, mit der die Platznachfrage im Stadtteil bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtung übergangsweise abgefedert werden soll, antwortete Jörg Meyer: Die Anlagen könnten bei Bedarf länger stehen bleiben. Für die künftige Kita „Alte Dorfschule Burgdamm“ gibt es laut Jan Frers noch keinen Träger. Der Beirat will sich in dieser Sache jetzt an die zuständige Senatorin für Kinder und Bildung wenden. Die aktuellen Planungen für die neue Kita wurden zustimmend zur Kenntnis genommen. Die wird im übrigen ohne Fotovoltaikanlage auf dem Dach der alten Dorfschule gebaut. „Technisch wäre es möglich, gestalterisch würde es aber nicht passen. Wir betreiben sehr großen Aufwand, eine schöne alte Dorfschule zu bewahren. Das würden wir mit einer Fotovoltaikanlage konterkarieren“, meinte Stephan Kohlrausch.

Quelle: Die Norddeutsche

Bauherr
Immobilien Bremen AöR

Ort
Bremen-Burgdamm

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